Mittwoch, 28. Januar 2026
Auf vier Pfoten durch den Alltag
Von der Idee zur tierischen Begegnung: Ein Hundeprojekt mit Herz
Was mit einer Beobachtung begann, entwickelte sich zu einem der berührendsten Projekte unserer Kita.
Kinder begegneten im Alltag immer wieder dem Thema „Hund" – in Rollenspielen, beim Wandern, im freien Spiel. Das Interesse war so groß, dass wir es zum Gegenstand eines demokratischen Entscheidungsprozesses machten.
Demokratie von Anfang an
Mit Bildern und einer gestalteten Wahlurne durften die Kinder selbst abstimmen. Das Ergebnis war eindeutig: Die Mehrheit stimmte für das Projekt „Hunde". Dieser partizipative Ansatz ist uns wichtig – Kinder sollen erleben, dass ihre Stimme zählt.
Vorbereitung mit Verstand und Herz
Bevor die erste echte Pfote den Raum betrat, legten wir den Grundstein für ein sicheres Miteinander. Mit Stoffhunden und einem Fachbuch lernten die Kinder die „Sprache der Hunde": Wie nähere ich mich? Wo möchte ein Hund gestreichelt werden? Wann braucht er Ruhe?
Möglich wurde das Projekt durch eine besondere Verbindung: Die Besitzerin der Hündin „Calia" ist die Großmutter eines unserer Kita-Kinder. Dieser vertrauensvolle Austausch zwischen Familie und Einrichtung ermöglichte echte Begegnung.
Calia wird Teil der Gemeinschaft
Der erste Besuch war magisch. Die Aufregung war spürbar, doch die Kinder zeigten beeindruckende Disziplin. Leckerchen wurden zum Eisbrecher, und Calia wurde nicht nur als Gast, sondern als Freundin empfangen.
Heute ist Calia ein fester Bestandteil unseres Kita-Alltags. Sie präsentiert ihre Tricks, die Kinder backen gesunde Hundeleckerlies, und die Projektkinder sind zu kleinen Expert*innen geworden, die ihr Wissen stolz an andere weitergeben.
Ein Projekt, das zeigt: Lernen geschieht dort, wo Herzen berührt werden – manchmal braucht es dafür vier Pfoten, ein weiches Fell und leuchtende Kinderaugen.
