Dienstag, 03. März 2026

Demokratie braucht Hoffnung

Einladung zur Landtagswahl am 22. März 2026

Am 22. März 2026 sind die Bürger*innen in Rheinland-Pfalz zur Landtagswahl aufgerufen. Als Pfarreirat der Pfarrei Heilig Kreuz Winnweiler laden wir Euch ein, von Eurem Wahlrecht aktiv Gebrauch zu machen.

Unsere Gesellschaft steht unter Druck. Pessimismus, Polarisierung und schwindendes Vertrauen in demokratische Institutionen prägen den öffentlichen Diskurs. Demokratiefeindliche Haltungen gewinnen an Boden – nicht weil ihre Argumente überzeugend wären, sondern weil Hoffnung und Mut manchmal zu fehlen scheinen.

Als Christ*innen und als Kirche sagen wir: Zukunft ist gestaltbar.
Demokratie ist kein Selbstläufer – sie braucht Menschen, die an sie glauben, die sich einbringen und die wählen gehen.


Wir stehen für Menschenwürde, Demokratie und Vielfalt

Lass mal hoffen.

Hoffnung ist keine Vertröstung. Sie ist eine Haltung, die handlungsfähig macht. Wer hofft, rechnet damit, dass Veränderung möglich ist – durch gemeinsames Tun. Demokratie braucht diese Hoffnung. Ohne sie ziehen sich Menschen zurück, überlassen Entscheidungen anderen oder wenden sich einfachen Antworten zu.

„Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin.“ (Römer 8,24)

Lass mal an das Gute glauben.

Demokratiefeindliche Haltungen leben von Angst, Wut und schlechter Laune. Sie zeichnen Bilder der Zukunft, in denen nur Verlust und Niedergang vorkommen. Dem setzen wir bewusst einen anderen Blick entgegen: An das Gute zu glauben heißt nicht, Probleme zu leugnen. Es heisst, sich nicht von ihnen lähmen zu lassen.

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute.“ (Römer 12,21)

Lass mal zuhören.

Demokratie lebt vom Gespräch. Sie braucht Menschen, die einander zuhören, auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind. Zuhören heißt nicht, alles gut zu heissen. Es heißt, den anderen ernst zu nehmen und um Lösungen zu ringen. Statt „Nein, weil …“ braucht es häufiger ein „Ja, wenn …“

„Ein verständiger Mensch hört auf guten Rat.“ (Sprüche 12,15)

Lass mal Mensch sein.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie gilt ohne Ausnahme und ohne Bedingungen. Hass ist keine Meinung. Rassismus, Ausgrenzung und die Abwertung von Menschen widersprechen dem christlichen Menschenbild grundlegend. Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes und trägt die gleiche Würde.

„Gott schuf den Menschen als sein Bild; als Bild Gottes schuf er ihn.“ (Genesis 1,27)

Lass mal Zukunft denken.

Unser Land braucht den Blick nach vorne. Demokratie heisst, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Zukunft entsteht dort, wo Menschen sich einbringen, Ideen entwickeln, Kompromisse schliessen und Verantwortung teilen.

„Seht, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5)

Lass mal wählen: Am 22. März 2026.

Wählen ist ein Grundrecht – und ein zentraler Ausdruck demokratischer Verantwortung. Als Kirche rufen wir nicht zur Wahl einer bestimmten Partei auf. Wir rufen dazu auf, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Nichtwählen schwächt die Demokratie.

„Suchet der Stadt Bestes … denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl.“ (Jeremia 29,7)


P.S.: Herzliche Grüße und Danke an die Pfarrei Hl. Hildegard in Dudenhofen für Eure Ideen und Gedanken, die uns bereichert haben.